Beginnen Sie mit den Anforderungen an den Einsatz: Wo sollen die Geräte betrieben werden, wie viele Daten müssen sie übertragen, wie schnell müssen sie reagieren und wie lange müssen sie im Einsatz bleiben? Prüfen Sie anschließend, welche Technologien in den Zielmärkten verfügbar und bewährt sind.
Verfügbare und bewährte Netzwerke
Ein praktischer Ansatz besteht darin, mit Netzwerken zu beginnen, die in Ihren Zielmärkten bereits eingerichtet und bewährt sind. Für viele IoT-Implementierungen bleibt 4G eine praktische Grundlage, insbesondere dort, wo eine breite Verfügbarkeit, ausgereiftes Roaming und lange Lebenszyklen der Geräte eine Rolle spielen. LTE Cat-1 und LTE Cat-1 bis können viele IoT-Anwendungsfälle mit niedriger bis mittlerer Bandbreite unterstützen, während LTE-M für Geräte mit begrenztem Stromverbrauch und batteriebetriebene Geräte relevant bleibt, sofern die Netzabdeckung und die Roaming-Bedingungen dies zulassen.
Neuere Optionen wie 5G RedCap und NTN mögen für bestimmte Anwendungsfälle wichtig sein, sollten jedoch auf die tatsächliche Verfügbarkeit, die Kosten und die betrieblichen Anforderungen abgestimmt werden, anstatt als standardmäßiger Ersatz für 4G betrachtet zu werden.
Umfang
Alle IoT-Anwendungen benötigen eine zuverlässige Netzabdeckung, doch die Anforderungen an die Netzabdeckung variieren. Manche Geräte müssen lediglich innerhalb eines Gebäudes oder eines lokalen Standorts eine Verbindung herstellen, während andere über Städte, Länder, ländliche Gebiete oder abgelegene Regionen hinweg betrieben werden.
Weitreichende Technologien wie das Mobilfunk-IoT eignen sich in der Regel besser für mobile oder geografisch verteilte Einsatzszenarien. LPWA-Technologien wie NB-IoT und LTE-M können Geräte mit geringem Stromverbrauch und spezifischen Anforderungen an die Netzabdeckung unterstützen. Nahbereichstechnologien wie WLAN, BLE und Zigbee eignen sich besser für lokale Umgebungen, in denen Geräte über kürzere Entfernungen miteinander verbunden sind.
Datendurchsatz und Latenz
Die Anforderungen an IoT-Daten sind sehr unterschiedlich. Manche Geräte senden lediglich kleine Pakete mit Sensordaten, während andere Funktionen wie Diagnose, Videoübertragung, Firmware-Updates oder Echtzeitüberwachung unterstützen müssen.
Für Anwendungen mit geringem Datenaufkommen können NB-IoT oder LTE-M ausreichend sein. Für Anwendungen, die einen höheren Durchsatz erfordern, sind LTE Cat-1, LTE Cat-4/4+, 5G NSA, 5G SA oder gegebenenfalls 5G RedCap möglicherweise besser geeignet. Die Latenz sollte ebenfalls berücksichtigt werden, wenn Geräte schnell reagieren müssen oder zeitkritische Anwendungen unterstützen sollen.
Energieeffizienz
Die Energieeffizienz hat einen erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer und den Wartungsaufwand von Geräten. Dies ist besonders wichtig bei batteriebetriebenen Geräten oder bei Geräten, die an Orten eingesetzt werden, die schwer oder kostspielig zu erreichen sind.
Technologien mit geringem Stromverbrauch wie NB-IoT und LTE-M sind für Geräte konzipiert, die kleinere Datenmengen übertragen und eine längere Akkulaufzeit benötigen. Technologien mit höherem Durchsatz, wie beispielsweise LTE Cat-4/4+ oder 5G, können anspruchsvollere Anwendungen unterstützen, benötigen jedoch in der Regel mehr Strom.
Mobilität und Roaming
Mobilität spielt eine wichtige Rolle, wenn Geräte zwischen Standorten, Netzwerken oder Ländern bewegt werden. Die Bestandsverfolgung, Flottentelematik, vernetzte Fahrzeuge und globale Produkteinführungen erfordern eine Konnektivität, die Handover, Roaming und einen einheitlichen Betrieb über verschiedene Märkte hinweg unterstützt.
Bei globalen IoT-Implementierungen reicht die Verfügbarkeit in den einzelnen Zielmärkten allein nicht aus. Unternehmen sollten auch den Reifegrad des Roamings, lokale Zugangsanforderungen, Einschränkungen seitens der Netzbetreiber sowie die Frage berücksichtigen, wie die Konnektivität über den gesamten Lebenszyklus der Geräte hinweg verwaltet werden soll.
Netzwerkentwicklung und Lebenszyklus von Geräten
IoT-Geräte bleiben oft viele Jahre lang im Einsatz. Netzausfälle, sich ändernde Strategien der Netzbetreiber, neue Technologien und gesetzliche Vorschriften können sich auf die langfristige Konnektivität auswirken.
Unternehmen sollten ihre bestehenden Geräteflotten auf Abhängigkeiten von veralteten Netzwerken überprüfen, betreiberspezifische Abschalttermine bestätigen und Migrationspläne mit klaren Meilensteinen erstellen. Soweit möglich, sollten Lösungen so konzipiert sein, dass sie sowohl bei der Hardware als auch beim SIM-Management Flexibilität bieten, um bei veränderten Bedingungen auf alternative Technologien zurückgreifen oder Profilaktualisierungen per Funk vornehmen zu können.
Vor der Skalierung testen
Testen Sie die ausgewählte Konnektivitätstechnologie vor einer groß angelegten Einführung in den Umgebungen, in denen die Geräte tatsächlich zum Einsatz kommen werden. Durch diese Tests lassen sich Netzabdeckung, Stromverbrauch, Latenz, Roaming-Verhalten, Integrationsaufwand und Betriebsbereitschaft vor der groß angelegten Einführung überprüfen.