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Wie Husqvarna mit dem IoT mehr Kunden erreicht

Wie nutzt ein etablierter, dreihundert Jahre alter Hersteller Abonnementmodelle und innovative Marketingmethoden, um seinen Kundenstamm zu erweitern?

Die Husqvarna Group hat diese Frage mit ihrem neuen Konzept, der „Husqvarna Battery Box“, beantwortet. Dieser automatisierte Werkzeugverleih wurde im Mai 2017 in Schweden eingeführt und umfasst Husqvarnas Sortiment an umweltfreundlichen, akkubetriebenen Profi-Gartengeräten.

Highlights

  • Um neue Kunden zu gewinnen, hat Husqvarna ein Modell der Sharing Economy eingeführt, das es Nutzern ermöglicht, Gartengeräte tageweise zu mieten.
  • Ein Schiffscontainer wurde in einen vernetzten, vollautomatisierten Werkzeugverleih umgewandelt.
  • Das Projekt wurde in nur sechs Monaten vom Konzept bis zur Markteinführung umgesetzt.
  • Die Telenor Connexion Managed IoT Cloud ist das „Gehirn“, das alle Interaktionen im Blick behält.
  • Husqvarna nutzte das Partner-Ökosystem von Telenor Connexion, um eine nahtlose, schnelle und umfassende Lösung zu realisieren.
  • Husqvarna hat nun Zugang zu wertvollen Nutzerdaten und Rückmeldungen der Endnutzer.

Whitepaper: Wie Husqvarna mit dem IoT mehr Kunden erreicht

Erfahren Sie, wie Battery Box neue Maßstäbe für vernetzte Geschäftsmodelle setzt und wie Husqvarna beweist, dass es tatsächlich „das älteste Start-up der Welt“ ist.

Eine lange Tradition der Innovation

Der schwedische Hersteller Husqvarna Group hat in den vergangenen drei Jahrhunderten so manche Marktveränderung erlebt. Husqvarna wurde 1689 als Gewehrhersteller gegründet und entwickelte sich zu einem renommierten Hersteller von Nähmaschinen, Motorrädern und vielem mehr. Heute ist Husqvarna weltweit tätig und produziert und vertreibt hochwertige motorbetriebene Gartengeräte sowohl für Profis als auch für Privatkunden.

Im Laufe seiner langen Geschichte hat Husqvarna immer wieder neue Wege gefunden, um mit den Endnutzern in Kontakt zu treten. Getreu seiner Tradition der Innovation nutzt Husqvarna nun das Internet der Dinge (IoT), um neue Kunden zu erreichen, den Kundennutzen zu steigern und gleichzeitig die Nachhaltigkeit zu fördern.

Das Internet der Dinge im Gartenbau

Die Digitalisierung ist für die Husqvarna-Gruppe von großer strategischer Bedeutung. Durch eine verstärkte Digitalisierung strebt die Gruppe an, eine marktführende Position einzunehmen und eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung des Bereichs „Smart Gardening“ zu übernehmen.

Husqvarnas erstes Projekt im Bereich Konnektivität und IoT begann vor einigen Jahren, als vernetzte Produkte erstmals auf dem Verbrauchermarkt auftauchten. Einige zukunftsorientierte Mitarbeiter des „ältesten Start-ups der Welt“ erkannten diesen Trend und schlugen vor, Husqvarna-Produkte mit dem Internet der Dinge zu vernetzen.

Mit der Einführung der „My Automower“-App im Jahr 2013 und anschließend von „Automower Connect“ im Jahr 2015 unternahm Husqvarna seine ersten Schritte in Richtung Internet der Dinge (IoT), indem das Unternehmen Software-as-a-Service (SaaS)-Erweiterungen für Mähroboter einführte.

Mit den neuen digitalen Diensten können Kunden ihre Mähroboter über eine App steuern und mit ihnen interagieren.

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Der Ökosystemansatz erleichtert Innovationen

Um die Husqvarna Battery Box zu verwirklichen, waren eine klare Vision und eine offene Zusammenarbeit erforderlich – sowohl innerhalb des Husqvarna-Konzerns als auch mit den am Projekt beteiligten Partnern. Dank eines Ökosystems, das durch klar definierte Rollen und gemeinsame Ziele zusammengehalten wurde, gelang es, die Battery Box in nur sechs Monaten vom Konzept bis zur Markteinführung zu bringen.

Die Telenor Connexion Managed IoT Cloud fungiert als das „Gehirn“, das alle Interaktionen im Blick behält. Während die „Battery Box“-Lösung Mobilfunktechnologie nutzt, sind die IoT-Plattform und die Cloud-Management-Lösung von Telenor Connexion mit jeder Art von Konnektivitätstechnologie kompatibel.

Der Telenor Managed IoT Cloud Service war einer der entscheidenden Auslöser für die Umsetzung unserer Ideen im Rahmen des „Battery Box“-Projekts – eines Projekts, das ohne diesen Anstoß von außen niemals so schnell, vielleicht sogar gar nicht erst zustande gekommen wäre.

Petra Sundström
Leiterin des Bereichs Ideen- und Innovationsmanagement bei Husqvarna

Hintergrund

Wie nutzt ein etablierter, 300 Jahre alter Hersteller IoT-Technologie, Abonnementmodelle und innovative Marketingtechniken, um seinen Kundenstamm zu erweitern? Husqvarna hat diese Frage mit seinem neuen Konzept „Husqvarna Battery Box“ beantwortet – einem vernetzten, automatisierten Werkzeugverleih, der das Sortiment an umweltfreundlichen, akkubetriebenen Profi-Gartenwerkzeugen des Unternehmens anbietet.

Herausforderung

Mit der Einführung ihrer neuen Produktreihe akkubetriebener Werkzeuge im Jahr 2014 wollte die Husqvarna Group ihr Engagement für Nachhaltigkeit verstärken und gleichzeitig ihr bestehendes Produktangebot ergänzen. Dank geringer Lärmemissionen und ohne Abgase ist die akkubetriebene Produktreihe für Profis und Verbraucher in städtischen und vorstädtischen Gebieten konzipiert.

In einer im Jahr 2016 durchgeführten Verbraucherumfrage nannte die Zielgruppe zwei Hindernisse für den Kauf von Akku-Werkzeugen. Erstens war dies die Notwendigkeit einer Vorabinvestition, ohne die Möglichkeit, die Werkzeuge vorab zu testen. Zweitens war dies der Bedarf an Lagerraum für das ganze Jahr. Vor diesem Hintergrund orientierte sich Husqvarna an Trends wie der Sharing Economy, um ein neues, experimentelles Vertriebsmodell zu entwickeln.

Um den Verbrauchern den Einstieg in die Nutzung der Produkte zu erleichtern, beschloss Husqvarna, ein neues Einkaufserlebnis auf Basis eines nutzungsabhängigen Mietmodells anzubieten. Im Mai 2017 stellte Husqvarna die „Battery Box“ vor, einen maßgeschneiderten Versandcontainer in Form eines „Werkzeugkastens“. Das erste Testmodell der „Battery Box“ wurde auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums vor den Toren Stockholms aufgestellt.

Dank des nutzungsbasierten Zahlungsmodells von Battery Box müssen Kunden die Werkzeuge nicht kaufen, sondern können sie ganz einfach über eine App mieten und bezahlen. Wenn der Kunde bei Battery Box ankommt, öffnet er mithilfe eines einmaligen Codes, den er über die App erhält, das Schließfach, in dem sich sein Werkzeug befindet. Nach der Rückgabe werden die Werkzeuge vom nächstgelegenen Husqvarna-Händler gewartet, um sicherzustellen, dass jedes Werkzeug stets in einem einwandfreien Zustand ist.

Lösung

Um die „Husqvarna Battery Box“ zu verwirklichen, war eine Vielzahl von Fachkenntnissen erforderlich, darunter IoT- und Cloud-Konnektivität, digitale Kundenerfahrung und Zahlungsmanagement. Anstatt all diese Kompetenzen intern aufzubauen, entschied sich Husqvarna für einen Ökosystem-Ansatz und schuf ein Netzwerk aus Fachunternehmen, von denen jedes eine wichtige Rolle spielt.

Flex, ein auf vernetzte Produkte spezialisiertes Design- und Fertigungsunternehmen, hat den 8 x 3 Meter großen Container gebaut. Das schwedische Technologieberatungsunternehmen HiQ hat die App entwickelt, mit der Kunden ein Werkzeug reservieren und die Mietgebühr bezahlen können.

Die „Managed IoT Cloud“ von Telenor Connexion fungiert als das „Gehirn“, das alle Interaktionen überwacht. Die Managed IoT Cloud basiert auf der AWS (Amazon Web Services) IoT Suite und bietet eine skalierbare und robuste Architektur. Während die „Battery Box“-Lösung Mobilfunktechnologie nutzt, sind die IoT-Plattform und die Cloud-Management-Lösung von Telenor Connexion mit jeder Art von Konnektivitätstechnologie kompatibel.

Zuora stellt die Lösung für das Abonnementmanagement bereit. Die Zusammenarbeit mit Zuora erleichtert es Husqvarna, Mietgebühren in Rechnung zu stellen, Zahlungen einzuziehen sowie die Buchhaltung und Steuerangelegenheiten zu verwalten.

Ein Abonnement-Bezahlmodell senkt die anfänglichen Hürden für Kunden, ein neues Produkt auszuprobieren. Langfristig baut ein Abonnementmodell Beziehungen auf, die sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher von großem Wert sind. Anstatt sich auf einmalige Käufe zu konzentrieren, können Unternehmen Abonnements nutzen, um eine nachhaltige Kundenbindung zu fördern.

Wenn der Kunde die gemieteten Werkzeuge an die Battery Box zurückgibt, wird er gebeten, sowohl das Produkt als auch das Miet-Erlebnis zu bewerten – dies liefert Husqvarna eine hervorragende Datenquelle, auf der das Unternehmen aufbauen kann. Die von vernetzten Produkten gesammelten Daten vereinfachen die Marktforschung und erleichtern es Unternehmen, Kursänderungen vorzunehmen. Auf der Grundlage aggregierter Telematikdaten und direktem Kundenfeedback können Angebote schnell angepasst werden, um neue Dienstleistungen anzubieten, die für den Endverbraucher von Nutzen sind.

Ergebnisse

Dank eines Teams, das grenz- und zeitzonenübergreifend zusammenarbeitete, gelang es, die „Battery Box“ in nur sechs Monaten vom Konzept bis zur Markteinführung zu bringen. Eine Stärke des Ökosystemmodells des Projekts besteht darin, dass alle Lösungen skalierbar sind. Wenn Husqvarna dies wünschte, könnte das Unternehmen mit denselben Lösungen die Anzahl der „Battery Boxes“ von einer auf hundert erhöhen.

Was die Markenbekanntheit und den Markenwert angeht, war das Projekt ein Erfolg und hat die Unterstützung innerhalb des Husqvarna-Konzerns für weitere IoT-Experimente gestärkt. Aus geschäftlicher Sicht hat „Battery Box“ konkrete Daten zu Produkten, Dienstleistungen und Kundenerlebnissen geliefert. Das Team bei Husqvarna wird diese wertvollen Erkenntnisse sicherlich bei der weiteren Entwicklung seiner IoT-Strategie nutzen.

Mit einem agilen und anpassungsfähigen Geschäftsmodell hat Husqvarna bewiesen, dass selbst die ältesten und etabliertesten Unternehmen innovativ bleiben und von den Vorteilen einer Vorreiterrolle profitieren können. Durch den Aufbau eines branchenübergreifenden Ökosystems, das sich an die Marktanforderungen anpassen lässt, wird Husqvarna seinem Ziel gerecht, „das älteste Start-up der Welt“ zu sein.

„Battery Box“ bietet die Möglichkeit, Innovationen in der Praxis zu erproben, und dient als Modell für die Weiterentwicklung unserer Arbeitsweise im Bereich des Internets der Dinge (IoT).

– Petra Sundström, Leiterin des Bereichs Ideen- und Innovationsmanagement bei Husqvarna

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