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Länsförsäkringar: Wasserleckerkennung mithilfe des IoT

Wie kann sich ein Unternehmen in einer traditionellen Branche wandeln, um für seine Kunden an Bedeutung zu gewinnen? Natürlich mit Hilfe des IoT!

Wie kann sich ein Unternehmen in einer traditionellen Branche wandeln, um für seine Kunden an Bedeutung zu gewinnen? Natürlich mit Hilfe des IoT! Ein gutes Beispiel hierfür ist Länsförsäkringar Stockholm, das durch seinen intelligenten Dienst „Vattenvakten“ (auf Englisch am besten als „intelligenter Wasseralarm“ oder „intelligente Wassererkennung“ zu beschreiben) einen strategischen und taktischen Schritt vollzogen hat: vom reaktiven Dienstleistungsunternehmen hin zur Einbindung von Partnern, um einen proaktiveren Service anbieten zu können.

Hintergrund

Klingt das zu schön, um wahr zu sein? Nun, das ist es auch. Denn mit dem intelligenten Wasserwarnsystem „Vattenvakten“ wollte Länsförsäkringar Stockholm bei der Prävention von Wasserschäden – einer der häufigsten Versicherungsfälle in Schweden – noch einen Schritt weiter gehen. Was sind also die Vorteile dieser Lösung? Zunächst sind die Betroffenen selbst betroffen: hohe Kosten und erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag, zerstörtes Eigentum, umfangreiche Sanierungsarbeiten und ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit. Dann ist auch die Gesellschaft insgesamt von den Auswirkungen auf die Umwelt und dem Ressourcenverbrauch betroffen. Studien von Länsförsäkringar Stockholm zeigen, dass die CO₂-Emissionen bei einer Badezimmersanierung etwas mehr als 3,5 Tonnen betragen! Es lohnt sich also sehr, Wasserschäden zu bekämpfen, bevor sie entstehen.

Über Länsförsäkringar

Die Länsförsäkringar-Allianz ist auf dem schwedischen Banken- und Versicherungsmarkt einzigartig. Die 23 kundengeführten regionalen Versicherungsgesellschaften arbeiten zusammen und verbinden so die Flexibilität eines kleinen Unternehmens, sich an die Bedürfnisse seiner Kunden anzupassen, mit der Stärke eines großen Unternehmens.

Die Aufgabe des Unternehmens besteht darin, Komplettlösungen anzubieten, die auf verschiedenen Kombinationen aus Sach-, Unfall- und Krankenversicherung, Lebensversicherung, Altersvorsorge, Fondssparen und verschiedenen Bankdienstleistungen basieren.

Lösung

Pilotversuche führten zu einem rasanten Start

Im September 2020 wurde „Vattenvakten“ eingeführt und den Kunden von Länsförsäkringar in Stockholm angeboten. Joel Voltaire, der bei Länsförsäkringar Stockholm für Entwicklung und Strategie verantwortlich ist, erklärt: „Für uns war es selbstverständlich, dass es einen Weg geben muss, einen besseren Service zur Vermeidung von Wasserschäden zu schaffen. Alles ist dabei – Einsparungen, Nachhaltigkeit und eine bessere Lebensqualität für den Kunden. Nach einer langen Reihe von Pilotprojekten haben wir den Service eingeführt. Seitdem arbeiten wir kontinuierlich mit Kundenfeedback, um mehr über die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfahren und den Wasserschutz zu verbessern. Wir betrachten den Wasserschutz als eine langfristige Initiative zur Schadensverhütung, bei der wir als Versicherungsunternehmen mehr Verantwortung übernehmen. Wir werden den Service kontinuierlich weiterentwickeln, indem wir auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen und gleichzeitig die technischen Komponenten gemeinsam mit unseren Partnern verbessern.“

Keine Zauberei – IoT!

Wie funktioniert Vattenvakten also? Die einfache Antwort lautet: indem ein Leck erkannt wird, bevor ein Schaden entsteht. Doch dank der technischen Lösung geht man noch einen Schritt weiter, denn der Wasseralarm kann auch kleinste Lecks erkennen, lange bevor sie zu einem großen Problem werden. Und sollte ein Rohr brechen, wird die Wasserzufuhr automatisch unterbrochen. Mit der Zeit wird es möglich sein, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, bevor ein Schaden entsteht.

Das Herzstück von Vattenvakten bilden zwei Hardwarekomponenten – ein Wassersensor und ein Wasserleckschalter –, die beide über das Mobilfunknetz verbunden sind. Diese erfassen kontinuierlich Daten aus der Umgebung und senden sie weiter. Selbstverständlich wird alles über eine App überwacht, die Sie benachrichtigt, sobald ungewöhnliche Wasseraktivitäten festgestellt werden.

Bildquelle: Länsförsäkringar Stockholm

Zusammenarbeit zwischen Dienstleistungen, Hardware, Software und Mobilität

Hinter dieser einfachen technischen Beschreibung verbergen sich drei Akteure, die das grundlegende „Ökosystem“ vieler IoT-Projekte – darunter auch dieses – bilden. Da ist zunächst das Unternehmen, das das eigentliche Produkt bereitstellt, das durch das IoT verbessert werden soll – in diesem Fall Länsförsäkringar Stockholm. Dann gibt es den Partner, der sowohl über strategisches als auch über technisches Fachwissen verfügen muss, um das Gesamtbild zu verstehen.

Hinter all dem steht das zu Polygon gehörende Unternehmen Hiotlabs. Neben der Plattform selbst kümmert sich Polygon auch um die Installation. Hiotlabs (kurz für „Hökarängens IoT Labs“) ist somit ein zentraler Bestandteil des Angebots. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und gehört seit 2020 zu Polygon, das sich durch die Übernahme im Bereich der IoT-Lösungen stärken wollte. Im Jahr 2017 trat Andreas Rådlund, Chief Operating Officer, dem Unternehmen bei. Er beschreibt den Zusammenschluss mit Polygon wie folgt: „Durch die Zusammenarbeit mit Polygon haben wir einen riesigen Sprung nach vorne gemacht. Mit dieser Art von Fachwissen und diesem Angebot im Rücken ist man nicht ‚nur ein weiterer Anbieter von Hardware und Software‘, sondern übernimmt die Verantwortung von Anfang bis Ende. Polygon hat uns fundiertes Wissen über Feuchtigkeit und Wasserschäden vermittelt, die technischen Möglichkeiten zur Installation und Schadensbehebung sowie ein Kundenzentrum zur Bearbeitung von Kundenanrufen.“

Was uns davon überzeugt hat, uns für Telenor zu entscheiden, war die Tatsache, dass sie ein echtes Interesse am IoT zeigten.
Andreas Rådlund, Chief Operating Officer bei Hiotlabs

Joel Voltaire von Länsförsäkringar Stockholm könnte mit der Zusammenarbeit nicht zufriedener sein: „Nach einer gründlichen Bewertung mehrerer Anbieter kamen wir zu dem Schluss, dass Hiotlabs unsere Erwartungen an einen umfassenden Service am besten erfüllt. Die Wassererkennung steht im Mittelpunkt ihres Angebots, und die Kombination aus ihrem Ehrgeiz, ihrem Unternehmergeist und der Unterstützung durch Polygon war ausschlaggebend für unsere Entscheidung.“

Internet der Dinge

Das Internet der Dinge (IoT) ist bereits seit Anfang der 2000er Jahre ein Thema. Durch die rasante technologische Entwicklung der letzten Zeit werden die Möglichkeiten nun für immer mehr Menschen deutlicher. Die Vernetzung von Produkten und eine optimierte Datenerfassung kommen sowohl Anbietern als auch Nutzern zugute. Ein besonders wichtiger Anwendungsfall ist hier die intelligente Wasserüberwachung.

Ergebnisse

Der Dienst wächst

Joel Voltaire und seine Kollegen bei Länsförsäkringar Stockholm kamen schnell zu dem Schluss, dass auch die Kontrolle über die Installation der Komponenten und den Anschluss erforderlich war. Sie wollten auf keinen Fall in eine Situation geraten, in der jeder Kunde selbst für seine eigene Kombination aus Installation und Anschluss verantwortlich wäre. Denn wenn man sich auf die kundenspezifische Variante verlässt, die von Fall zu Fall sehr unterschiedlich aussehen kann, läuft man Gefahr, die Kontrolle darüber zu verlieren, ob eventuelle Wasserlecks stets im Blick behalten werden können. Zudem geht es bei der Vernetzung darum, ein ausreichend hohes Maß an Datensicherheit gewährleisten zu können. Für die Installation und Nachbetreuung wenden wir uns an den Eigentümer von Hiotlab, Polygon. Das Unternehmen hat schon seit Langem Interesse an einer Zusammenarbeit, und Caroline Finslo, Business Development Manager bei Polygon, erklärt, dass dies daran liegt, dass man in der Datenerfassung und -analyse die Zukunft sieht: „Wir legen großen Wert auf Digitalisierung, da wir sehen, dass digitale Lösungen neue Geschäftsmodelle und Chancen schaffen. Der ‚Water Guard‘ (Vattenvakten) ist ein hervorragendes Beispiel dafür; er wird zu etwas völlig Einzigartigem, wenn mehrere Komponenten miteinander und anschließend an das Netz angeschlossen werden. Der Nutzen für uns, das Versicherungsunternehmen und den Endkunden ist enorm.“

Pierre Cardell, leitender IoT-Architekt bei Telenor: „Für uns ist das IoT mehr als nur eine technische Lösung. Als Hiotlabs Kontakt zu uns aufnahm, wurde schnell klar, dass es sich um eine Herausforderung handelte, bei der es um mehr ging als nur darum, ‚etwas Hardware anzuschließen‘. Sicherheit und Energieeffizienz waren nur zwei Aspekte, die einige von uns dazu veranlassten, lange aufzubleiben und verschiedene IoT-Netzwerke zu recherchieren. Aber genau das macht den Reiz des IoT aus: Es bringt ständig neue Ideen für Möglichkeiten hervor. Und man lernt bei jedem abgeschlossenen Projekt unglaublich viel dazu.“

Wie geht es weiter?

Die Möglichkeiten von „Vattenvakten“ geben bei Länsförsäkringar Stockholm Anlass zu vielen Überlegungen darüber, was ähnliche Lösungen für andere Versicherungsbereiche leisten könnten.

Um sich heute als Unternehmen weiterzuentwickeln, muss man den Mut haben, auf Partner zuzugehen und mit ihnen zusammenzuarbeiten – manchmal vielleicht sogar mit Wettbewerbern. Wir sind davon überzeugt, dass es auf dem schnelllebigen Markt von heute wichtig ist, den Mut zu haben, in Ökosysteme zu investieren. Durch Vattenvakten haben wir viel neue Energie getankt und fragen uns nun: „Welcher Dienst wird der nächste sein, den wir für unsere Kunden zugänglicher, benutzerfreundlicher und nützlicher gestalten können?“
Joel Voltaire, Entwicklung und Strategie bei Länsförsäkringar Stockholm

Dieser IoT-Fall wurde ursprünglich auf Schwedisch auf Telenor Sverige veröffentlicht. 

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